Domain registrieren – worauf sollte man achten?

Heute haben wir Sonntag, den 05.06.2016 und ich spiele bereits seit ein paar Tagen mit dem Gedanken, einen Blogbeitrag zu verfassen, um die Thematik der Domain – Registrierung ein wenig zu beschreiben. Der Grund für den Gedanken ist die Tatsache, dass mich in den letzten Tagen einige Leute gefragt haben, worauf man eigentlich bei seinem eigenen Domainnamen achten sollte. Ebenso kam die Frage, wie es rechtlich mit bestimmten Domainnamen aussieht und was man bedenken sollte. In den letzten 3 Jahren, haben wir insgesamt mehr als 300 Domains bei unterschiedlichen Domain – Registrierungsstellen registriert. Dadurch haben wir bereits einiges an Erfahrung sammeln können und diese Erfahrung möchte ich unseren Besuchern gerne weitergeben.


Leute, die sich mit dem eigenen Domainnamen beschäftigen kennen es: Die Idee für die eigene Webseite ist gründlich durchdacht, der eigene Online-Shop ist bereits gedanklich fertig – was jetzt aber noch fehlt, ist ein passender Domainname. Doch was ist ein guter Domainname? Wodurch unterscheidet sich ein guter Domainname von einem schlechten Namen und gibt es überhaupt einen „schlechten“ Domainnamen? Worauf sollte man bei der Registrierung oder dem Kauf einer Domain unbedingten achten und was sind die häufigsten Fehler?

Der Domainname sollte unbedingt zu meinem Projekt passen!

Die Standardaussage ist und bleibt, dass der Domainname zu seinem eigenen Projekt passen muss. Das ist natürlich klar, denn wenn man einen Onlineshop betreibt und in seinem Onlineshop werden Fußballschuhe verkauft, dann sollte der Domainname nicht www.handwerkzeug.at lauten! Dennoch muss man einiges bedenken, speziell im Bereich Markenschutz. Ich habe bei meinen Recherchen, einen tollen Artikel auf e-recht24.de gefunden. Diesen Artikel möchten ich meinen Lesern nicht vorenthalten: www.e-recht24.de Artikel! Man sollte sich alle Punkte durchlesen, und wenn man auch nur eine Frage mit „JA“ beantworten kann, dann sollte von der Registrierung der Domain besser abgesehen werden, denn sonst kann es teuer werden.

Es stimmt auf jeden Fall, dass der Name zum Projekt passen muss, eine Recherche sollte aber unbedingt durchgeführt werden. Wir hatten einen derartigen Fall bei der Registrierung einer Domain für einen unserer Kunden. Dieser Kunde hat uns gebeten, dass wir eine Domain mit der Endung .de registrieren! 3-4 Monate später erhielt der Kunde einen Brief von einer Firma in Thailand(!!). Darin stand, dass der Domainname, den Namen ihrer Firma enthält und das sei nicht gewünscht. Mit der Bitte die Domain zu löschen, da es ansonsten zu einer Abmahnung kommen wird. Das Glück in diesem Fall war, dass der Kunde sein Projekt noch nicht projektisiert hatte und daher ein Namenswechsel kein Problem war. Doch was, wenn bereits 30.000 Stück Flyer bestellt wurden oder die eigenen Visitenkarten schon fertig sind? Wir weisen daher unsere Kunden IMMER darauf hin, dass der Domainname zuerst geprüft werden sollte, bevor wir diesen registrieren. Denn die Haftung dafür, trägt der Kunde immer selbst.

Die Domain sollte möglichst kurz und einprägsam sein.

Nicht selten erlebt man den Moment, dass man ein Produkt in einem Onlineshop entdeckt hat, man sich jedoch 3-4 Tage später nicht mehr an den Link erinnern kann. Daher ist es wirklich wichtig, dass der Name möglichst kurz und einprägsam ist. Bei Privatpersonen oder Selbstständigen erlebt man immer öfters, dass der eigene Nachname in der Domain vorhanden sein soll. Das ist natürlich eine tolle Idee, jedoch nicht, wenn Personen sich schwer tun, den Nachnamen überhaupt auszusprechen bzw. wenn man den Nachnamen auf unterschiedliche Schreibweisen schreiben kann. Ich habe zum Beispiel die Domain www.czellary.at bereits vor einigen Jahren registriert. Als Firmen – Domain jedoch undenkbar, denn wer merkt sich den Domainnamen, selbst wenn er kurz ist? Hier ein paar Eckpunkte, welche man bedenken sollte:

– Der Domainname sollte kurz sein.
– Der Domainname sollte leicht zu merken sein.
– Der Domainname sollte keine Bindestriche enthalten, wenn die Domain ohne Bindestrich bereits vergeben ist.

Man sollte auf weitere Endungen achten!

Das ist meiner Meinung nach ein ganz wichtiger Punkt. Ich möchten meinen Lesern ein kleines Beispiel geben, sodass es verständlicher wird. Angenommen man lässt seinen eigenen Onlineshop erstellen. In diesem Onlineshop wird Babymode angeboten. Als Domainname entscheidet man sich für www.babymode.at, da der Hauptsitz des Onlineshops in Österreich ist. Wenn man jetzt nicht überprüft, was zum Beispiel unter www.babymode.de, www.babymode.com oder www.babymode.eu zu finden ist, dann könnte man ernsthafte Probleme für sein Geschäft bekommen. Warum? Der Name „babymode“ ist einfach, kurz und einprägsam – sehr gut! Die Endung merken sich 95% der Personen, welche sich den Namen gemerkt haben aber nicht und so kann es vorkommen, dass Besucher ganz schnell bei Ihrer Konkurrenz landen.

Bei der Wahl seiner Domain gilt also unbedingt, dass vorab geprüft wird, ob die weiteren Endungen noch frei sind und wenn nicht, welcher Inhalt auf diesen Domains liegt. Als weiteres Beispiel kann ich euch www.ccsolution.de oder www.ccsolution.com nennen! Beide Domains sind bereits vergeben, jedoch schaden die in keinster Weise meiner Firma, da die Domain entweder überhaupt nicht verwendet wird, oder einen komplett anderen Inhalt beinhaltet.

.de, .at, .com oder doch .org?

Das ist meiner Meinung nach Geschmackssache. Ich sage meinen Kunden immer, dass es darauf ankommt, was man tun möchte. Wenn ich ein Restaurant in Wien habe und dafür eine Webseite haben möchte, dann benötige ich weder eine .de Endung, noch eine .org Endung! Wenn ich eine Webseite betreibe wo ich weltweit Dienstleistungen anbiete, dann wäre es nicht schlecht, wenn man sich bereits vorab etliche Endungen registriert. Als Faustregel kann man sich meiner Meinung nach folgendes merken: Betreibe ich ein lokales Unternehmen, reicht die jeweilige Endung des Landes, bin ich international tätig, würde ich mich für eine .com Domain oder mehreren Endungen entscheiden.

Eine „Tippfehler“-Domain für noch mehr Besucher?

Finger weg, denn solche Domains können sehr teuer werden und eine ordentliche Strafe als Folge haben. Was sind „Tippfehler“-Domains? Früher hat man sehr gerne solche Domains registriert und dadurch gehofft, dass durch „Tippfehler“ mehr Besucher auf die eigene Webseite gelangen. Als Beispiel: Angenommen man registriert die Domain www.gogle.com oder www.eay.com! Das sind sogenannte Tippfehler Domains und diese unterscheiden sich von sehr bekannten Domains (google.com und ebay.com) lediglich durch einen Tippfehler. Eine Anzeige aufgrund von Verletzungen von Marken-, Namens- oder Titelschutzrechten wird schnell dem jeweiligen Domainbesitzer drohen.

Domain selbst registrieren oder registrieren lassen?

Wir bieten unseren Kunden die Möglichkeit, dass wir die Registrierung übernehmen. Diese Möglichkeit hat viele Vorteile und der Kunde muss sich dabei um absolut nichts kümmern. Die Wahl des richtigen Anbieters, die ständige Verfügbarkeit, den optimalen Preis, die korrekte Verlinkung zum jeweiligen Webspace sowie die Überprüfung einer möglichen Markenschutzverletzung wird durch uns abgedeckt. Mehrkosten entstehen dadurch nicht.

Domain noch frei?

Einfach bei Google den Text „Domain noch frei“ eintippen und es kommen zahlreiche Webseiten wo überprüft werden kann, ob ein Domainname noch frei ist. Aber keine Sorge, innerhalb dieses Monats wird es auf unserer Webseite ebenfalls solch ein Tool geben :)!

Zusammenfassend möchte in meinen Lesern noch sagen, dass die Wahl der richtigen Domain wirklich gut durchdacht sein sollte.
Eine Änderung des Domainnamens bringt in späterer Folge viele unerwünschte/unerwartete Änderungen mit sich.

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